Montag, 9. Oktober 2017

Herz am Montag: Singen im Altersheim


Gestern haben wir wieder einmal einen  Onkel meines Mannes in Deutschland besucht. Er lebt seit einigen Jahren im Altersheim, da er, nach mehreren Schlaganfällen, unter Behinderungen und fortgeschrittener Demenz leidet. Mit uns fuhren meine Schwägerin mit Mann nach Deutschland, beide geübt und gut im Chorsingen. Besagter Onkel ist gebürtiger Südtiroler, mit Musik und Gesang aufgewachsen, und hat privat das  Ziehharmonika - spielen und singen auch nach der Übersiedlung nach Deutschland beibehalten. Nun kann er schon sehr lange nicht mehr spielen, das Reden fällt ihm sehr schwer, und ist auch sehr undeutlich. Es war wie ein kleines Wunder: wir stimmten einige Lieder an, die er von klein auf gesungen/gespielt hatte, und er blühte auf, strahlte und sang recht präzise und klar mit! Zu unserer Schande muss ich gestehen, er kannte einige Texte besser als wir Jüngeren. Es war so berührend zu erleben, wie wach und aktiv er wurde, und welche Freude er beim gemeinsamen Singen hatte! Normalerweise wird er nach ein paar Minuten schon wieder müde, gestern war er eine Stunde sehr wach und aktiv. In der Theorie wusste ich natürlich, dass Musik und singen in Altersheimen verwendet wird, um SeniorInnen Freude zu bereiten und sie zu aktivieren. Dies so persönlich zu erleben, und dazu beitragen zu können, war eine sehr schöne Erfahrung!

Schöne Woche mit den Fredissimas-Herzen!

Kommentare:

  1. Singe, wem Gesang gegeben,
    In dem deutschen Dichterwald!
    Das ist Freude, das ist Leben
    Wenn's von allen Zweigen schallt.


    Ludwig Uhland *♥MontagsknuddelGRUßsingundträller*

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