Freitag, 24. Januar 2014

Späte Ernte

Passiflora Incense

Im heurigen Sommer liefen meine Passionsblumen zur Höchstform auf, speziell meine dunkel-lila Sorte blühte beständig und üppig. Die Sortenbestimmung ist für mich als Laie schwierig, da es sehr viele Kreuzungen gibt - ich vermute, mein Prachtexemplar ist eine "Passiflora Incense". Es ist ja nicht ganz einfach, in einem Minigärtchen mehrere Kletterpflanzen zu halten, die meterlange Triebe entwickeln, mit Hilfe von gewundenen Tomatenstäben gelingt es.




Wespe an Nektarien

Passionsblumen haben eine lange volksmedizinische Tradition, den Wirkstoffen werden vor allem entspannende, angstlösende Eigenschaften zugeschrieben. Ich liebe vor allem die Vielfalt der prächtigen Blüten, und hätte gerne noch viel mehr davon, irgendann wird mein Gärtchen ganz zugewuchert sein!
An jedem Blattstiel dieser Passiflors zeigten sich zwei klebrige Höcker (Nektarien), die sehr viele Wespen anzogen;





Passionsfrucht


diese sorgten offenbar für die Bestäubung, denn aus jeder Blüte entwickelte sich eine Frucht!


















Reife Passionsfrüchte 


Ich habe nur zwei Exemplare an der Pflanze belassen, damit sie ihre Kraft zum Blühen einsetzt. Diese beiden Früchte nahmen sich viel Zeit für ihr Wachstum, auch nach Wochen sahen sie unverändert aus. Im Oktober übersiedelte die Passionsblume ins Wohnzimmer, die Früchte schienen äußerlich immer gleich. Erst Ende Dezember verfärbten sie sich, und fielen schließlich ab.








Ich war höchst gespannt, denn viele dieser Früchte sind offenbar enttäuschend innen hohl. Die beiden waren eine Wucht: beim Öffnen sehr starker Duft, der Geschmack war intensiv, eher säuerlich. Eine sehr schöne winterliche Überraschung!

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